Es heißt nicht umsonst Lockweiler! Wir wurden von Christoph wieder in den tiefen Wald gelockt. Der Hintergrund war bestimmt:  Wie verhält sich die Hobbymannschaftauch bei extremer Hitze.

Das Ergebnis vorweg: Extrem!

Nun zu den Einzelheiten.

Die Anfahrt:

Nach und nach trudelten alle 15 Teilnehmer zielsicher, von undurchdringlichen Staubwolken geleitet am Jagdhaus ein. Die Wolke der Karawane war weit über den Horizont hinaus sichtbar. Wolfgang folgte diesem Zeichen von der Atlantikküste bis in den Hochwald. In der anderen Richtung wurde wohl sogar das Völkerschlachtdenkmal eingestaubt, Uwe, unser Sachse stand plötzlich auf der Lichtung. Nina und Steffi gingen trotzdem diesmal als Mitfahrerinnen in getrennten Fahrzeugen auf Nummer sicher. Auf dem Weg zur Hütte sank die Temperatur schier unaufhaltsam von 36°C auf 29,5°C. Welch herrliche Frische die uns da empfing.

Das Quartier:

Christoph beobachtete.  Was würde die Hitze unterm Dach ausbrüten? Erst mal gar nichts. Wolfgang richtete sein Autobett her, Thomas und Bärbel versuchten die Nummer mit dem Wurfzelt. Diverse Feldbetten kamen zur Sprache. Von Patrik und Andrea war auch nichts zu erwarten, der Wohnwagen fand seinen gewohnten Stellplatz. Paul, der Natur verbunden legte den Schlafsack ins Gras. Nur Uwe verhielt sich etwas geheimnisvoll.So langsam brach nun die Dämmerung herein.Es war Zeit für die erste Mahlzeit. Lagerfeuer mit Fleischspende von Roland.Die erhöhte Waldbrandgefahr erkannte Thomas sofort und installierte den mitgebrachten Wasserschlauch. Apropos Wasser: Dieses Element würde in diesen Tagen auch noch eine entscheidende Rolle spielen.Dank Roland, dem altem Spieler und jungen Vater freuten wir uns auf ein wunderbares Abendmahl.Ohne seine Mannschaftskolleginnen und – Kollegen allerdings hätte er aber nur einen Teile der Punkte eingefahren. Die beigesteuerten Salate und anderen Köstlichkeiten führten zum Gesamterfolg des ersten Abends. Christoph war dann am Feuer in Aktion …  grillte fleißig und …. beobachtete. Nichts Extremes. Konnte ja vielleicht noch kommen.Hunger und Durst waren dann spät in der Nacht auch gestillt. Also doch, es war extrem gut und extrem gemütlich. Christophs immer wieder angepriesener Knoblauchschnaps trug auch sein möglichstes dazu bei.

Und wo war Wolfgang?

Alle bezogen ihre Quartiere, die wenigsten unterm Dach. Uwe lüftete sein Geheimnis. Er machte es sich draußen auf einem der großen Holztische gemütlich. Gegen eine mögliche nächtliche Wildschweinattacke oder ähnliche Gefahren gruppierte er Steffi und Dana auf Feldbetten in Bodennähe um sich. Paul sicherte die Ostflanke auf der Isomatte ab. Als Steffi dann aber zusätzlich mit ihrer Abwehrmaske ausgerüstet  aus dem Dickicht kam, wäre er doch fast vom Tisch gefallen. Die Nacht war friedlich, das Frühstück ausgezeichnet.

Und wo war Wolfgang?

Das Naturfreibad Primstal war nun eine Option. Thomas war angesichts der Hitze erleichtert nun ohne Zähneklappern sein letztjähriges, vollmundiges Versprechen einlösen zu können. Er hatte Nina zugesagt sie bei einem Schwimmausflug ins unbeheizte Bad zu begleiten. Wir waren insgesamt zu acht im Naturfreibad.

Christoph erlebte das Extreme:

Ein glühend heißes Volleyballfeld auf dem Schwimmbadgelände  weckte unseren sportlichen Ehrgeiz. Wir waren gezwungen mit ballerinenhaftem Getänzel dem Volleyball hinterher zu springen. Christophs Füße mussten extrem leiden.Zurück im Wald, die Hitze war einigen dann doch zu Kopf gestiegen. Es wurden Wasserbomben gebastelt. Fabiana und Dana waren die Opfer. Aber auch andere Spiele, bei denen die beiden dann doch auch eine Chance hatten wurden gespielt. Am frühen Abend begannen dann Christophs und Danas Hände zu zucken. Die Vorbereitungen für den kesselgekochten Eintopf standen bevor. Sie konnten es kaum  noch abwarten und legten dann mit dem schnippeln los. Das Resultat: Wieder ein extrem gut gelungenes Abendessen.

Und wo war Wolfgang?

Mit lieblichen Klängen sangen wir uns dann in den Schlaf. Auch von den wilden Hochwaldtieren im Wald war zu später Stunde dann nichts zu sehen und zu hören. Nur wer dann tief in der Nacht lauschte konnte das ein oder andere Geräusch wahrnehmen. Es waren dann aber doch selbstgemachte, bekannte Zivilisationsgeräusche. Nach dem ausgiebigen Sonntagsfrühstück wurde fleißig zusammengeräumt, gekehrt, alles wieder auf seinen Platz gestellt. Wir hätten es auch keinen Tag länger ausgehalten. Das Bier war alle.

Jetzt tauchte Wolfgang auf. Schrumpelige Hände, leicht gebeugt. Aber warum jetzt erst?Er hatte die ganze Zeit das Geschirr gespült. Nun ja, das Element Wasser hat eben viele Facetten. Alle waren bereit zum fahren, doch plötzlich das Unfassbare. Wie aus dem nichts und in nie für möglich gehaltener Geschwindigkeit raste ein blauer mit kaltem Wasser gefüllter Wassereimer auf Dana und Fabiana zu. Nach kurzem Zögern beschleunigte er nochmals und schleuderte den Inhalt mit voller Wucht über die beiden ahnungslosen Opfer. Die Schreie waren kurz, das Entsetzen danach lang. Das war extrem! Und Christoph der die ganze Zeit beobachtete war gerade in diesem Moment nicht zur Stelle, schade eigentlich. Der Monstereimer konnte gebändigt werden, die heiße Morgensonne half den angerichteten Schaden dann doch in Grenzen zu halten.

Auf der Heimreise wurde dann noch ausgelassen an der Noswendeler Kneippanlage geplanscht und geneckt. Nachdem wir unsere kalte Waldoase verlassen hatten und die Steppe des Hochwaldes durchfuhren war diese Abkühlung  am Sonntagmorgen noch genau das richtige.

Wie`s weitergeht? Mal sehen.

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