TuS:       Hallo Alex. Stell dich doch kurz vor für alle die dich noch nicht kennen. 

Alex:    Gerne. Mein Name ist Alexander Mees. Ich bin 25 Jahre alt und komme ursprünglich aus Schiffweiler. Mittlerweile wohne ich in Saarbrücken, wo ich auch an der Universität des Saarlandes Mathematik und Sport auf Lehramt studiere. Im Vorstand des TuS erfülle ich nun seit einigen Jahren die Rolle des Nachwuchskoordinators oder des Jugendwartes, wobei mir persönlich die erste Bezeichnung mehr zusagt, weil diese mein Arbeitsfeld genauer beschreibt. Auch außerhalb des Vorstandes bin ich für den TuS aktiv. So gebe ich seit ein paar Jahren selbst Nachwuchstraining, was mir sehr viel Spaß macht und spiele nochmal ein paar Jahre länger selbst beim TuS.

TuS:       Wie lange spielst du schon beim TuS und seit wann engagierst du dich im Vorstand?

Alex:    Da muss ich kurz rechnen. Bis 2007 habe ich in Heiligenwald gespielt. In der Saison 2008 bin ich dann zu Wiebelskirchen gewechselt. Das heißt ich nähre mich langsam aber sicher meinem zehnjährigen Jubiläum. Mit meinem Engagement im Vorstand habe ich erst etwas später begonnen. Vor kurzem habe ich bei Gesprächen mit meinen Trainingsteilnehmern rausgefunden, dass ich Niels Goedicke bereits sechs Jahre trainiere. Er kam durch meine erste Grundschulsichtung in den Verein und trainierte seitdem bei mir. Auch so um diesen Dreh habe ich angefangen mich im Vorstand zu engagieren. Also dürften es für mich bisher circa sechs Jahre im Vorstand sein.

TuS:       Was hat dich dazu bewogen dich im Vorstand zu engagieren?

Alex:    Eigentlich eine einfach zu beantwortende Frage. Bei mir war es nicht so, dass ich vom einen auf den anderen Tag im Vorstand war und einen Aufgabenbereich ausfüllen sollte. Es war eher ein schleichender Prozess der natürlich eng mit meiner Aktivität in der Halle, also mit dem Nachwuchstraining, zusammen hing. Sehr schnell merkte ich, dass das wöchentliche Nachwuchstraining auch einen gewissen organisatorischen Aufwand mit sich brachte. Da ich zu Anfang ja selbst kaum Ahnung davon hatte wie das alles funktionieren sollte, war es die logische Konsequenz sich irgendwo Rat und Feedback von Leuten zu holen, die sich im organisatorischen Bereich besser auskannten als ich. Dass Oliver Rettke mich dann eines Abends im Training fragte, ob ich nicht mal Interesse hätte an einer Vorstandssitzung teilzunehmen tat den Rest. Seitdem arbeite ich mit viel Herzblut im Vorstand des TuS Wiebelskirchen mit und versuche von Mal zu Mal die Nachwuchsarbeit und somit auch den Verein insgesamt ein wenig besser zu machen. 

TuS:       Was war deiner Meinung nach der wichtigste Schritt, den der TuS in den vergangen Jahren gemacht hat?

Alex:    Für mich ist der wichtigste Schritt den wir in den letzten Jahren gemacht haben eindeutig die Beschäftigung von Hannes Käsbauer als Trainer für den Bereich der aktiven Mannschafts- und Turnierspieler, als auch für unseren Top-Nachwuchs der Altersklassen U17 und U19. Neben dem erstklassigen Training entstanden hieraus nämlich auch noch viele andere positive Effekte. Nach seiner erfreulichen Anstellung beim deutschen Badmintonverband können wir stolz behaupten einen Bundestrainer im wöchentlichen Trainingsbetrieb vor Ort zu haben. Eine riesige Bereicherung für die Kinder und Jugendlichen. Aber auch für alle anderen Trainer ist Hannes eine Bereicherung. Immer wieder schaut er sich andere Trainingseinheiten an, gibt Tipps, Verbesserungsvorschläge und lobt. Außerdem sei natürlich sein spielerisches Engagement in der zweiten Bundesliga zu erwähnen. Es gibt bestimmt auch noch ein bis zwei weitere positive Effekte, welche mit Hannes einhergehen wenn man sich genauer Gedanken darüber macht aber so auf die Schnelle vergesse ich Mal das Eine oder Andere. 

TuS:       An welcher Stelle hat man dahingegen in den vergangen Jahren etwas gepennt und muss nun aufholen? 

Alex:    „Gepennt“ ist genau das richtige Wort. Wir haben in dem einen oder anderen Bereich einfach unseren Einsatz verschlafen und hinken jetzt, wenn auch nicht ganz abgeschlagen, hinterher. Das Paradebeispiel hierfür ist unsere Öffentlichkeitsarbeit oder das Marketing. Ich bin kein Fachmann und weiß daher nicht welcher Begriff meiner Vorstellung am nächsten kommt. Was ich allerding weiß ist, dass wir als Abteilung, vor allem im Nachwuchsbereich, eine unglaubliche Angebotsvielfalt zur Verfügung stellen und über überdurchschnittlich gut ausgebildetes Trainerpersonal verfügen. Genau deshalb sucht das derzeitige Sportangebot der Abteilung Badminton im Landkreis Neunkirchen auch seines Gleichen. Innerhalb der Abteilung ist man sich dessen sehr wohl bewusst. Außerhalb der Abteilung weiß das alles allerdings kaum jemand. Und genau da liegt das Problem. Und diese Probleme müssen wir anpacken. In Anbetracht dieser Problematik ist es deswegen natürlich für mich umso erfreulicher, dass Luca Luberto, den ich seit meinen ersten Tagen beim TuS kennen und schätzen lernen durfte sich diesem Arbeitsbereich nun annimmt. 

TuS:       Worin siehst du die größte Stärke und worin liegt seine größte Schwäche des TuS? 

Alex:    Hmm… Schwierig. Als Stärke des TuS würde ich auf jeden Fall immer noch die deutschlandweite Vernetzung und die Erfahrung einiger Vorstandsmitglieder nennen. Es erleichtert die Arbeit ungemein wenn man in manchen Situationen auf den Erfahrungsschatz eines langjährigen Funktionärs zugreifen kann. Auf der anderen Seite natürlich auch die Spontanität und Unbefangenheit der jüngeren Vorstandsmitglieder. Den Mut neue Wege zu gehen und auch mit Blick auf ein ungewisses Ergebnis auch Mal etwas zu wagen. Wenn ich genau darüber nachdenke, würde ich als großen Vorteil des TuS nennen: „Es ist wie bei allem. Die Mischung macht´s.“ Bei den Schwächen fällt es mir wesentlich leichter etwas auszumachen. Wie viele Deutsche bin auch ich ein typischer „Fehlersucher“. Ich denke was Teambuilding und gemeinsame Freizeitaktivitäten außerhalb der Sporthalle angeht ist noch viel Luft nach oben. Schließlich treffen wir uns zum Badminton ja nicht nur weil wir gut miteinander den Federball hin und her schlagen können, sondern auch weil wir uns gegenseitig mögen. Zwar gibt es einige gemeinsame Aktivitäten aber für meine Verhältnisse könnten es mehr sein. Auch dieses Problem wurde allerdings schon erkannt in nächster Zeit wird sich unser „Eventmanager“ Elias Luberto dieser Sache annehmen. 

TuS:       Was würdest du dem TuS für die Zukunft wünschen? 

Alex:    In erster Linie wünsche ich dem TuS natürlich, dass er immer die Ziele erreichen wird, die er sich selbst setzt. Ohne sentimental klingen zu wollen gibt es allerdings tatsächlich eine weitere Sache, die ich dem TuS wünschen würde. Ich würde mir wünschen, dass der eine oder andere den TuS einmal durch meine Augen sehen könnte. Sehr oft hatte ich in der Vergangenheit das Gefühl, dass der TuS Wiebelskirchen nur über einzelne Personen definiert wurde. Doch das wird ihm bei weitem nicht gerecht. Denn der TuS Wiebelskirchen ist weitaus mehr als das. Der TuS sind die Kinder und Jugendlichen, ob sie sich nun für Breiten- oder Leistungssport entscheiden. Der TuS sind die Erwachsenen, ob Hobbyspieler oder ehemaliger Nationalspieler. Der TuS sind alle Funktionäre, welche ihre Freizeit investieren. Und der TuS ist eine Gemeinschaft, welche jeden mit offenen Armen empfängt. Genau wie mich vor bald zehn Jahren. Wie bei meinem Einstieg in den Vorstand nicht von heute auf morgen aber schlussendlich dann umso herzlicher. Und ich kann heute mit Sicherheit behaupten, dass ich  bei keinem Verein lieber spielen und mich engagieren würde als beim TuS Wiebelskirchen.

 

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