Ich bin Jonas Bauer, 26 Jahre und Kassierer des Vereins. Ich komme ursprünglich aus Wiebelskirchen, wohne mittlerweile aber in Furpach, was ja auch nicht wirklich weit von Wiebelskirchen weg ist. Dieses Jahr im Oktober werde ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes als Master abschließen. Anschließend steige ich in das Arbeitsleben in Saarbrücken als Consultant in der Wirtschaftsprüfung ein. Ich werde also auch nach dem Studium dem TuS erhalten bleiben.

 

TuS:      Wie lange spielst du schon beim TuS und seit wann engagierst du dich im Vorstand? 

Jonas:  Der TuS ist meine erste und einzige Station als Badmintonspieler und das seit September 2000. In dieser Zeit habe ich viele Höhen und Tiefen mit dem TuS erlebt: Die Zeit in der ersten Bundesliga war für mich sehr spannend, da ich mir bei diesen Spielen immer viel von den Großen abkucken konnte, aber auch unseren Rückzug aus der ersten Bundesliga aus finanziellen Gründen im Jahr 2007 habe ich wahrgenommen. Diesen habe ich persönlich nicht im Vorstand miterlebt. Im März 2013 habe ich die Arbeit als Kassierer aufgenommen. Somit bin ich nächstes Jahr schon 5 Jahre dabei und diese Arbeit ist auch sehr spannend für mich 

TuS:      Wie bist du dazu gekommen, dich im Vorstand zu engagieren? 

Jonas:  Um ehrlich zu sein, war zu dem Zeitpunkt, zu dem ich die Arbeit als Kassierer aufgenommen hatte, kein anderer da, der ausreichende Kenntnisse rund um das Thema Buchführung hatte. Zuvor war ich auch als Trainer im Nachwuchsbereich aktiv und war auch gewillt, mich weiter im Vorstand einzubringen. Im ersten Moment war die Stelle als Kassierer nicht meine Wunschposition und es hat auch gedauert bis ich die Abläufe verinnerlicht hatte. In dieser Zeit war ich eher damit beschäftigt, die anfallenden alltäglichen Aufgaben zu erfüllen. Erst einige Zeit später konnte ich die Aufgaben weitestgehend automatisieren, sodass ich mir dann auch erste Gedanken um etwaige Änderungen oder Innovationen in meinem Bereich machen konnte 

TuS:      Was war deiner Meinung nach der wichtigste Schritt, den der TuS in den vergangenen Jahren gemacht hat? 

Jonas:  Da ich als Kassierer ja für die Zahlen spreche, ist der wichtigste Schritt derjenige, den wir aktuell im Bereich der Abwicklung des Zahlungsverkehrs und in der Beitragsstruktur angehen. Wir sind dabei, diesen Bereich zu modernisieren und an die aktuellen Anforderungen anzupassen: Einfacher, schneller, transparenter und fairer. 

Wir haben, auch aus unserer Tradition heraus, sehr hohe Ansprüche an uns selbst. Vor allem was den sportlichen Bereich betrifft: Wir wollen nicht nur im Spitzensport vertreten sein, sondern diesen auch mit eigenen Gewächsen füllen. Dazu sind natürlich enorme Investitionen in Trainer und Ausstattung notwendig. Meiner Meinung nach kann es uns nur durch diese Modernisierung gelingen, dem finanziellen Druck standzuhalten und dabei nachhaltig erfolgreich zu sein 

TuS:      An welcher Stelle hat man dahingegen in den vergangenen Jahren etwas „gepennt“ und muss nun aufholen? 

Jonas:  Wie schon gesagt, konnte ich mich in meinen ersten Jahren als Kassierer nicht so einbringen, wie ich das im Nachhinein gewollt hätte. Vor allem der Finanzierung des Trainingsbetriebes bedarf es ein Update. Im Moment ist die Finanzierung in meinen Augen schlichtweg unfair und untransparent. Ich arbeite mit einem speziell aus diesem Grund zusammengestellten Team aus Monika Peiffer, Fabiana Bauer, Patric Freitag und Stefan Goedicke genau an diesem Problem. Ich habe keine Zweifel, dass wir diesen Rückstand noch in diesem Jahr aufholen können 

TuS:      Worin siehst du beim TuS die größte Stärke und worin liegt seine größte Schwäche? 

Jonas:  Es ist für mich sehr schwierig, mich auf eine einzige Stärke zu beschränken. Viel mehr denke ich, dass unser größter Vorteil aus einer Kombination aus Stärken entsteht. Die Grundlage bildet mit Sicherheit die Erfahrung von Arno Schley, der bis vor kurzem noch als Vorstandsvorsitzender agiert hat und jetzt von Björn Decker beerbt wurde. Eine weitere Zutat ist unser junges, dynamisches Vorstandsteam, das vor Ideen nur so sprudelt. Generell kann man einen richtigen Umbruch spüren. Diese beiden Stärken in Verbindung mit unserem herausragenden Trainerteam um Alex Mees, Hannes Käsbauer, Marc Dzewior und Viera Gajdosova bilden unseren größten Vorteil gegenüber anderen Vereinen. Wir sind innovativ, jung und motiviert. 

             Die größte Schwäche ist meiner Meinung nach die Gruppenbildung einzelner Bereiche in unserer Abteilung. So sind beispielsweise die Aktiven noch zu weit von unserer mittlerweile sehr starken Hobbyabteilung entfernt. Auch die Verbindung unserer ersten Mannschaft zu unserem Nachwuchs ist noch nicht stark genug. Dessen sind wir uns alle bewusst. Daher haben wir auch schon erste Neuerungen im Trainingsbetrieb installiert, die das Zusammengehörigkeitsgefühl auf ein neues Niveau heben sollen. Nichtsdestotrotz ist das ein Bereich an dem wir arbeiten müssen.  

TuS:      Was würdest du dem TuS für die Zukunft wünschen? 

Jonas:  Dem TuS wünsche ich, dass unsere Maßnahmen Früchte tragen und dem TuS zu einer anderen Außenwirkung verhelfen. Der TuS Wiebelskirchen soll wieder zu DER Adresse für Nachwuchsspieler werden, bei der sich jeder nach seinen Wünschen weiterentwickeln kann. Außerdem wünsche ich mir, dass noch mehr Leute in unserem Verein sich am Vereinsleben beteiligen. Ich kann nur sagen: Es lohnt sich!

 

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