„Mein Name ist Hannes Käsbauer, ich bin 30 Jahre jung und arbeite als Bundestrainer Wissenschaft/Bildung für den Deutschen Badminton-Verband e.V. Zuvor war ich nach meiner aktiven Spielerkarriere gute drei Jahre in der IT-Beratung tätig. Mein jetziger Beruf bringt natürlich viele Schnittstellen in meiner Tätigkeit als Trainer und sportlicher Leiter des TuS Wiebelskirchen mit sich. Ich möchte diese Synergien in jeder Minute des Trainings nutzen, um die Spielerinnen und Spieler sowie die Trainerinnen und Trainer weiter zu entwickeln und wir uns gemeinsam gegenseitig helfen. Meine spielerischen Stärken liegen inzwischen im Halbfeldeinzelbereich, der mir viel Spaß bereitet. Denn das wichtigste an unserem Sport ist, dass wir ihn mit viel Freude durchführen!“

TuS:     Wie lange spielst du schon beim TuS und seit wann engagierst du dich im Vorstand?

HK:       Ich habe im Frühjahr 2015 begonnen, die Leistungsgruppe zu trainieren. Daraus kamen im Laufe der Zeit mehr Austausch und beratende Fragen zustande. Seit einem Jahr spiele ich auch noch so gut es die Zeit zulässt in der 1. Mannschaft und unterstütze den Nachwuchsbereich, vor allem beratend. Im Vorstand bin ich nun ebenfalls seit einem Jahr. Da sich mein Lebensmittelpunkt demnächst in den Neunkirchner Raum verlagern wird, bin ich sehr froh, dass ich nicht mehr so viel Reisen muss wie in der Vergangenheit.

TuS:      Was hat dich dazu bewogen dich im Vorstand zu engagieren?

HK:       Mit dem Einstieg als TuS-Trainer wurde ich relativ schnell auch mit der Frage nach der Arbeit im Vorstand für den sportlichen Bereich konfrontiert. Mir gefiel der Gedanke, sich in einem Verein zu engagieren, der nahe an der neuen Heimat ist. Dies habe ich „zu Hause“ in Bayern ebenfalls sehr lange und mit viel Herzblut gemacht und ist mir im Rahmen des Vereinslebens auch sehr wichtig.

TuS:      Was war deiner Meinung nach der wichtigste Schritt, den der TuS in den vergangenen Jahren gemacht hat?

HK:       Der Fokus auf den Nachwuchs und die qualitative Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Dies gilt es nun strukturell und personell auf gesunde Beine zu stellen und auszubauen. Viele andere Dinge, z. B. eine Bundesligamannschaft ergeben sich dann von selbst. Dies sollte auch ein Ziel für den Nachwuchs sein.

TuS:     An welcher Stelle hat man dahingegen in den vergangenen Jahren etwas gepennt und muss nun aufholen?

HK:       Ich bin noch nicht so lange dabei. Wir sollten auch nicht so viel zurückschauen, sondern mit den gemachten Erfahrungen und funktionierenden Strukturen nach vorne blicken. Denn die Zukunft können wir gestalten! Und die Zukunft heißt: NACHWUCHS!

TuS:     Worin siehst du beim TuS die größte Stärke und worin liegt seine größte Schwäche?

HK:       Meiner Meinung beinhaltet das einen gemeinsamen Bereich. Ich rede nicht gerne über Schwächen, sondern versuche, handlungs- und lösungsorientiert die Dinge anzugehen. Die Abteilung Badminton ist sehr groß und breit aufgestellt. Den Leistungs- und Nachwuchsbereich verbunden mit unseren „Hobby-Spielern“ jede Woche in einer vollgepackten Halle zu sehen, macht mich als Sportler und Sportbegeisterter sehr glücklich. Gleichzeitig ist es aus meiner Sicht aber auch genau die immer wiederkehrende Herausforderung, alle Bereiche so zu verzahnen, dass sie gegenseitig voneinander profitieren können. Hier helfen zum einen Events in und außerhalb der Halle, aber auch der offene, gegenseitige Austausch über Badminton oder andere Themen.

TuS:     Was würdest du dem TuS für die Zukunft wünschen?

HK:       Den eingeschlagenen Weg zielgerichtet zu beschreiten, die Nachwuchsarbeit weiter voranzutreiben und somit den regionalen Badmintonsport gemeinsam weiter zu entwickeln.